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Innsbruck - Wenn die Leute sie fragen, wie sie mit dem "Hype" umgehe, fragt sich Clara Humpel, wovon hier eigentlich die Rede ist. "Sicher", räumt sie ein, "die Aufmerksamkeit für Clara Luzia hat sich mit dem Amadeus Award erhöht." Als Hype empfinde sie das aber nicht: Der Erfolg der Band sei nicht plötzlich gekommen, sondern organisch gewachsen.
Wohl wahr: Schon das Debüt-Album "Railroad Tracks" (2006) überzeugte die Kritik, die Wiener Singer/Songwriter-Szene gilt spätestens seit dem Nachfolger "The Long Memory" als im Aufschwung begriffen, Clara Luzia als ein zentraler Motor dieses Trends. Dass der noch lange nicht ins Stottern gerät, wird die im Frühjahr 2009 geplante Veröffentlichung des dritten Albums zeigen. "Das wird ein bisschen druckvoller, mehr E-Gitarre, weniger Folk-Elemente", lässt sich Humpel entlocken. Und fügt hinzu: "Recht düster ist es - mal wieder." Woher ihr Hang zur Melancholie kommt, weiß die aus Niederösterreich stammende Künstlerin selbst nicht so genau: "Ich bin halt grundsätzlich ein melancholischer Mensch, obwohl ich eigentlich sehr viel lache, manchmal sogar zu viel Clownerie an den Tag lege."
Experiment unter Freunden
Zum heutigen Auftritt (21 Uhr) im Innsbrucker Bier-stindl kommt Humpel ohne Band, trotzdem in bester Begleitung: Das Konzert bestreitet sie mit dem deutschen Sänger und Gitarristen Gisbert zu Knyphausen, einer zufälligen musikalischen Internetbekanntschaft, die wohl auch aufgrund des ähnlich hoffnungsvoll-düsteren Grundtones in den Liedern zur Freundschaft wurde. Man darf gespannt sein.